Geschäftsmann mit falscher Bürgschaft getäuscht

85.000 Euro Schaden: Bad Hersfelder von Aufzugbauer betrogen

Bad Hersfeld. Auf einem Schaden von rund 85 000 Euro bleibt ein Geschäftsmann aus Bad Hersfeld sitzen, der bei einem Bauprojekt in Würzburg vom Geschäftsführer des mit dem Bau eines Aufzugs beauftragten Unternehmens betrogen worden war.

Im Prozess gegen den Sohn des Firmengründers vor der Strafrichterin am Bad Hersfelder Amtsgericht wurde ein Fall mit doppelter Tragik verhandelt: Auf der einen Seite der Geschädigte, der sich der bei der Sanierung eines Mehrfamilienhauses einer renommierten und scheinbar seriösen Fachfirma aus Ingelheim am Rhein anvertraut hatte, die für den bestellten „Skylift“-Panoramaufzug sogar einen Preis des Landes Rheinland Pfalz erhalten hatte.

Auf der anderen Seite eine Firma im Umbruch, in der der Seniorchef mit dem „Skylift“ und dubiosen Geschäftspartnern aus Ungarn die Welt erobern wollte, während der bereits in die Verantwortung genommene Junior die kostspieligen Eigenmächtigkeiten des Vaters auszubügeln versuchte.

 Lieferschwierigkeiten bei dem für das Haus in Würzburg bestellten Aufzug waren für den Bauherren aus Bad Hersfeld im Herbst und Winter 2012 noch nachvollziehbar, auch seine geleistete Anzahlung in Höhe von rund 45 000 Euro war über eine Bankbürgeschaft abgesichert. Als diese bei einer anderen Bank verlängert werden sollte, übersah der Hersfelder im Kleingedruckten, dass die Gültigkeit von der Einzahlung des Betrages abhing.

Die erfolgte jedoch nicht – das über einen Kredit finanzierte Geld war verloren. Hinzu kamen bauliche Vorleistungen für den bis heute nicht installierten Lift plus entgangene Mieteinnahmen, so dass der Gesamtschaden bei den genannten 85 000 Euro liegt. Die Firma ist mittlerweile insolvent. Der 48-jährige Ex-Geschäftsführer lebt mit seiner Familie von Arbeitslosengeld. Er wurde zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. (ks)

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