Für Strom und Dampf/Gemeinsames Projekt von E.ON und K+S

50-Millionen-Kraftwerk für Kaliwerk Hattorf

Philippsthal. Der Münchner Anlagenbauer E.ON Energy Projects errichtet am Standort Hattorf des Kali-Verbundwerks Werra in Philippsthal ein Gasturbinen-Kraftwerk im Wert von 50 Millionen Euro. Das gaben Vertreter von E.ON und der K+S Kali GmbH gestern in Philippsthal bekannt.

Ab Januar 2012

Die Anlage wird nach ihrer Fertigstellung – voraussichtlich im Januar 2012 – von der Kali GmbH gepachtet und mit eigenem Personal betreiben. Dafür wird ein Teil des jetzigen Hattorfer Kraftwerks stillgelegt, bleibt aber als Reserve verfügbar.

Manfred Weitz, Leiter der Technikprojekte im Werk Werra, und E.ON-Projektleiter Manfred Prinz erläuterten gestern die Funktionsweise und den Klimaschutz-Beitrag des künftigen Kraftwerks, das mit Erdgas betrieben wird.

Durch das Zusammenspiel von Gas- und Dampfturbinen kann demnach bis zu 90 Prozent der eingesetzten Primärenergie für die Strom- und Wärmeerzeugung im Werk genutzt werden.

Spart CO2

Die neue Anlage verfügt über eine elektrische Leistung von 30 Megawatt und produziert pro Stunde bis zu 80 Tonnen Prozessdampf. Würden diese Leistungen mit einem herkömmlichen Kraftwerk erzeugt, würden nach Angaben der Fachleute pro Jahr 95 000 Tonnen Kohlendioxid mehr ausgestoßen werden.

Das künftige Gasturbinen-Kraftwerk soll den Standort Hattorf trotz des steigenden Energiebedarfs weitgehend unabhängig vom Netzstrombezug und von Energiepreis-Schwankungen machen.

Der Baubeginn ist für Oktober vorgesehen, die Bauzeit ist auf 16 Monate veranschlagt. Das umweltrechtliche Genehmigungsverfahren ist angelaufen, die Planungsunterlagen sollen in nächster Zeit öffentlich ausgelegt werden.

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Von Peter Lenz

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