Die neueste Computertechnik steht jetzt im Bad Hersfelder Mitmach-Museum

3 D-Drucker für das Wortreich

Geschäftsführerin Anne Groß freut sich mit dem Haustechniker Stefan Kuno und Bürgermeister Thomas Fehling über den 3D-Drucker im Wortreich. Foto: nh

Bad Hersfeld. Nachdem das Wortreich seit Juli diesen Jahres mit dem original Zuse-Rechner Z 22 aus dem Jahr 1960 einen Meilenstein für die Entwicklung der Großrechner zeigt, ist nun eine neue Attraktion aus dem Bereich der Computertechnik hinzugekommen: Ab sofort können die Besucher des Erlebnis-Museums sich ansehen, wie ein 3D-Drucker funktioniert. Neben der Z 22 aufgebaut, bietet sich der direkte Vergleich von Vergangenheit und Gegenwart der Möglichkeiten in der Computertechnik.

Live dabei

Der durch das Wortreich neu erworbene 3D-Drucker verfügt über ein für den Museumsbetrieb konfiguriertes Glasgehäuse, dass es den Gästen ermöglicht, dabei zuzusehen, wie Elemente aus der Mitmach-Ausstellung, wie der Eiffelturm oder das Taj Mahal in Miniaturformat entstehen. Druckbar ist dabei fast jede Form bis zu einer Größe von rund 30 mal 30 mal 30 Zentimetern. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass sie dreidimensional ist und mit einem speziellen Programm in Druckdaten umgewandelt wird, die dann per USB-Stick oder Speicherkarte an den Drucker gegeben werden. Der Besucher sieht zwei große Spulen, auf denen sich Kunststofffäden befinden. Diese werden von zwei Düsen an der Spitze geschmolzen. Die Düsen bewegen sich über die Druckplatte und tragen Schicht für Schicht die gewünschte Form auf, bis der Gegenstand entsteht.

In der Regel werden 3D-Drucker eingesetzt um Prototypen zu erzeugen oder um Implantate und Prothesen herzustellen und ersetzen somit manuellen Modellbau. Die ersten dieser automatisierten Produktionssysteme gibt es bereits seit den 80er Jahren, während die 3D-Drucker in Ihrer heutigen Form erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind. Dabei gibt es große Preis- und Qualitätsunterschiede. Während der Wortreich-Drucker mit einer sehr leisen Druckleistung, einem Preis von knapp 3000 Euro und drei Düsen zu den Geräten gehört, die in kleinen Betrieben, Schulen und Büros eingesetzt werden können, gibt es Geräte, deren Wert weit im sechsstelligen Bereich liegt.

Lange Druckzeit

Zu sehen ist der 3D-Drucker in der Dauerausstellung des Wortreichs während der regulären Öffnungszeiten. Einem gesamten Druckvorgang wird sich wohl kaum ein Besucher hingeben, denn zum Beispiel der Druck eines rund 20 Zentimeter hohen Eiffelturm-Modells dauert rund fünf Stunden. Einen spannenden Einblick in die Möglichkeiten der Technik gewährt der Drucker aber auch Gästen, die dem Druckvorgang nur für einige Minuten zuschauen. (red/rey)

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