Christlicher Hilfsdienst unterstützte Bedürftige in Rumänien, der Ukraine und Berlin

2331-mal Freude im Paket

Waisenkinder in einem Heim in Bagaciu in Rumänien erhalten Pakete aus Deutschland, gefüllt mit Grundnahrungsmitteln, Süßigkeiten und Kosmetikartikeln. Auch Familien, die durch das Hochwasser obdachlos geworden sind, wurden versorgt. Foto: CHD

Bad Hersfeld. Hilfe für Menschen in Not, eine weihnachtliche Freude inmitten des Elends bereiten, das hat sich der Christliche Hilfsdienst (CHD) in Bad Hersfeld auf die Fahnen geschrieben. Die größte alljährliche Aktion ist nach wie vor die Paketaktion zu Weihnachten. Insgesamt hat der CHD im vergangenen Jahr 2 331 Weihnachtspakete verteilt.

Das ist immerhin ein Gegenwert von 23 310 Euro, bei einem Wert von zehn Euro pro Paket. Ermöglicht wurde das durch die Spenden zahlreicher hilfsbereiter Menschen.

250 Häuser weggeschwemmt

Von den Paketen ging der größte Teil in die Nordostregion von Rumänien in das Gebiet der Stadt Piatra Neamt. Während einer Info-Reise hatte der Vorstand im September die vom Hochwasser betroffenen Gebiete besucht und sich ein Bild von der Not vieler Menschen gemacht. Viele Familien mussten in Notunterkünften (Containern) leben. In dem besuchten Gebiet waren rund 250 Häuser einfach weggeschwemmt oder so beschädigt worden, dass sie unbewohnbar waren.

Gemeinsam mit Vertretern der Kirchengemeinden in dieser Region, zu denen der CHD langjährige Kontakte pflegt, wurde beschlossen, die Pakete diesmal nicht nur an Waisenkinder in Heimen, sondern auch an kinderreiche Familien in den Notunterkünften zu verteilen. Dazu reisten zwei Teams des Vereins zu Weihnachten nach Rumänien und bereiteten mit 1 735 Paketen Freude.

In der Region der Unterkarpaten in der Ukraine wurden zu Weihnachten 321 Pakete an Familien in besonders ärmlichen Verhältnissen verteilt, und in Berlin-Wedding konnte ein großer Teil der vorgesehenen 275 Pakete anläßlich einer Adventsfeier zum 4. Advent an bedürftige Kinder und allein Erziehende verteilt werden. Ein besonderer Dank gilt hier der Firma Firma Drude Logistik, die die Pakete kostenlos nach Berlin transportierte und an die Firma Gies aus Niederaula, die wiederum die Snap-Boxen gespendet hat, betonte Fritz Mannel.

Er dankte auch den Firmen Malkomes-Transporte, Autohaus Fink und Mercedes-Schade, die dem Verein großzügige Unterstützungen zukommen ließen sowie allen privaten Spendern. Weiterhin wurden im vergangenen Jahr zwei Lastzüge mit Bekleidung, ein LKW mit Eternit-Dachplatten und sieben Lastzüge mit Dachpappe für den Aufbau von hochwassergeschädigten Häusern nach Rumänien gebracht. Dank eine Sammelaktion konnten 120 Fahrräder in die Ukraine gebracht werden.

„Zu der Paketaktion gibt es aber auch manchmal Kritik in der Form, dass man meint, so ein Paket ist noch nicht einmal ein Tropfen auf einen heißen Stein“, erklärte das Vorstandsmitglied des Vereins, Fritz Mannel. Es wurde aber immer wieder vielfach bestätigt, dass es eine große Ermutigung für Menschen in Armut ist, dass es Menschen in Deutschland gibt, die an sie denken. Und in Berlin kann man die Freude der Kinder über die Pakete hautnah miterleben. Dies erklärten die beiden Vorstandsmitglieder des Vereins, Heinrich Schmidt und Fritz Mannel.

Helfer dringend gesucht

Gerne würde der Verein die Hilfsaktionen noch ausdehnen, da die Not in vielen Bereichen Ost-Europas nach wie vor sehr groß ist, trotz großer Bemühungen der EU.

Durch den Tod des Vorsitzenden Gerhard Stedtler ist im Verein eine Lücke entstanden. Wer also Interesse am ehrenamtlichen Mithelfen hat, kann sich gerne bei Heinrich Schmidt (Tel. 06625/5702) oder Fritz Mannel (06621/73191) melden.

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