Stadthalle platzt aus allen Nähten – Über 50 Aussteller

Fachmesse der Weltläden 2017 in der Schilde-Halle

+
Großes Interesse: Mehr als 50 Aussteller waren zur 5. Weltladen-Messe in die Stadthalle Bad Hersfeld gekommen. Nächstes Jahr geht es in die größere Schilde-Halle.

Bad Hersfeld. Nahezu unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat sich eine weitere überregionale Fachmesse in Bad Hersfeld etabliert. Bereits zum fünften Mal fand hier am Wochenende die „Weltladen-Messe“ statt, auf der sich ausschließlich Lieferanten präsentierten, die für einen 100%igen fairen Handel stehen und entsprechend zertifiziert sind.

Parallel zur Fachmesse fanden die Weltladen-Fachtage statt. Eine ideale Gelegenheit für alle am „Fairen Handel“ Beteiligten, sich zu informieren, weiterzubilden und zu vernetzen. „Aufgrund des stetig wachsenden Erfolgs, wir haben in diesem Jahr über 50 Aussteller, werden wir 2017 von der Stadthalle in die Schilde-Halle wechseln“ erklärte Katrin Benkel vom Weltladen-Dachverband, der Messe und Fachtage veranstaltete.

Umfangreich, bunt und überraschend vielfältig war die Palette der ausgestellten Produkte. Neben Lebensmitteln wie Kaffee, Gewürze oder Schokolade gehörten auch Gebrauchsgegenstände und Geschenke wie Küchenaccessoires, Heimtextilien, Spielzeug, Bekleidung, Papierartikel, Korbwaren, Musikinstrumente und Schmuck zum Sortiment.

In einer Textil-Sonderschau wurde tragbare und wirklich schicke „Faire Mode“ präsentiert, die sich inzwischen deutlich vom „Jutesack-Image“ abgesetzt hat. Passend zur EM zeigte die BAD BOYZ Ballfabrik individuell designte Fußbälle, Handbälle und Volleybälle, natürlich aus fairer Produktion. „Unsere Bälle werden in Sialkot, Pakistan hergestellt. Unseren Beschäftigten bieten wir neben einer überdurchschnittlichen Entlohnung und modernen, dem europäischen Standard entsprechenden Arbeitsbedingungen zahlreiche Zusatzleistungen wie Gesundheitsfürsorge oder Ausbildungsunterstützung für deren Kinder“ unterstrich Marketingleiter Robert Weber.

Das Programm der Fachtagung bestand aus einem Mix von praxisorientierten Workshops zu Themen wie Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, „Fairer Handel“ und Politik oder Unternehmensführung sowie Diskussionsforen, bei denen Informationsaustausch und Meinungsbildung im Vordergrund standen.

Für das umfangreiche Tagungsprogramm wurden auch Räumlichkeiten in der nahegelegenen Jugendherberge, der Kreishandwerkerschaft sowie im Kurpark-Hotel genutzt. (tl)

Kommentare