Noblesse oblige. Adel verpflichtet. Feinstes Leder, edelstes Wurzelholz, Breitling-Uhr im Armaturenbrett. Die Farben: Silber, Dunkelbraun, Crema!

© Bentley
Von allem nur das Beste: Im Armaturenbrett zeigt eine Breitling-Uhr, was die Stunde geschlagen hat
Ein mobiler Herrensalon mit 12-Zylinder-Antrieb – das ist der Bentley Continental GT, das Sportcoupé der englischen VW-Tochter. Eine Probefahrt, die verführt und eine, nach der wir feststellen müssen: Leider haben wir im Stammbaum noch keine reiche Erbtante gefunden, aber wir schauen sofort noch mal genauer nach.
Was verführt mehr beim Bentley? Die dezente Dekadenz mit einem Interieur zum Verlieben? Oder doch die bullige Kraft des W-12-Motors unter der Haube? Denn mittlerweile haben die Ingenieure sogar einen guten Sound hingekriegt, was früher von vielen Liebhabern der Marke vermisst wurde. Guten Geschmack kann man jetzt also sogar hören.
Und die Moral von der Geschichte? Angesichts eines solchen Autos könnte man glatt unmoralisch werden und sich in Ermangelung einer reichen Erbtante sich auf das Handwerk des Erbschleichers verlegen. Gott sei Dank ist der Autor dieser Zeilen jedoch von einer gewissen moralischen Festigkeit und winkt mit einer Träne im Knopfloch einem wahrhaften Traumauto nach.
RDF



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